Kommentar zur Ablehnung von Solarparks

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Stellungnahme: Solarparks in Lilienthal – Warum ideologische Blockadehaltung der Gemeinde schadet


1. Verhinderung statt Gestaltung: Warum die Ablehnung der Grünen-Vorschläge kurzsichtig ist

Die Ratsgruppe „Gemeinsam stark für Lilienthal“ und die CDU blockieren notwendige Anpassungen des Entwicklungskonzepts für Solarparks – ohne sachliche Begründung, aber mit klarer ideologischer Haltung. Dass nicht einmal über einzelne, sinnvolle Änderungen abgestimmt werden durfte, zeigt: Hier geht es nicht um Ausgleich oder Kompromisse, sondern um reine Verhinderungspolitik.

Die Argumente der Gegner sind scheinheilig:

  • „Wir bevorzugen Windkraft“ – doch Windkraft allein reicht nicht aus, um die Klimaziele zu erreichen. Diversifizierung der erneuerbaren Energien ist notwendig, und Solarparks sind ein zentraler Baustein.
  • „Schutz der Äcker“ – dabei wird ignoriert, dass Agri-PV-Anlagen eine doppelte Nutzung ermöglichen: Stromerzeugung und Landwirtschaft auf derselben Fläche. Studien zeigen, dass viele Pflanzen – wie Beeren oder Gemüse – unter Solarmodulen sogar besser gedeihen, weil sie vor Hitze und Starkregen geschützt sind Studien, z. B. Fraunhofer ISE.

2. Solarparks als Gewinn für Landwirt*innen, Gemeinde und Klimaschutz

Die Ablehnung der Solarparks ist nicht nur klimapolitisch verantwortungslos, sondern auch wirtschaftlich unklug:

  • Einnahmen für Landwirt*innen: Pachtverträge mit Solarpark-Betreibern bieten stabile, langfristige Erträge – gerade in Zeiten unsicherer Agrarpreise und steigender Kosten.
  • Geld für die Gemeinde: Die Berechnungen der Verwaltung zeigen es: 32.400 Euro jährlich könnten durch eine einzige 20-Hektar-Anlage in die Gemeindekasse fließen – Geld, das dringend für Schulen, Straßen oder Soziales gebraucht wird. Warum lehnt man das ab?
  • Akzeptanz bei Anwohner*innen: Auch sie profitieren finanziell – ohne gesetzliche Verpflichtung. Das ist ein Win-Win für alle.

3. Agri-PV: Die Lösung für den angeblichen „Flächenkonflikt“

Die Grünen schlagen vor, Agri-Photovoltaik zu ermöglichen – also die gleichzeitige Nutzung von Flächen für Landwirtschaft und Stromerzeugung. Das ist kein theoretisches Konzept, sondern erprobte Praxis:

  • Viehfutter vs. Nahrungsmittel: Ein Großteil der Ackerflächen wird für Tierfutter genutzt – nicht für menschliche Ernährung. Warum also nicht einen Teil dieser Flächen doppelt nutzen?
  • Pflanzenschutz: Solarmodule schaffen ein Mikroklima, das viele Kulturen vor Extremwetter schützt – Trockenheit, Hagel oder UV-Strahlung. Das steigert sogar die Erträge!
  • Forschung bestätigt: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) zeigt, dass Agri-PV die Biodiversität erhöht und die Bodenqualität erhält – ganz ohne Flächenverlust für die Landwirtschaft ISE, 2023.

4. Niedersachsen braucht mutige Kommunen – Lilienthal blockiert

Während andere Kommunen voran gehen und Solarparks als Chance begreifen, hinkt Lilienthal hinterher. Der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) warnt zurecht: „Der Ausbau stockt, bevor er richtig beginnt.“ Weitere Restriktionen sind kontraproduktiv – sie bremsen die Energiewende und gefährden die Klimaziele.

Fazit: Die Ablehnung der Grünen-Vorschläge ist keine sachliche Entscheidung, sondern ideologisch motiviert. Solarparks – besonders in Agri-PV-Form – sind klimafreundlich, wirtschaftlich sinnvoll und landwirtschaftlich verträglich. Lilienthal sollte endlich die Chancen nutzen, statt sich in überholten Denkverboten zu verlieren.


Unsere Forderungen:Agri-PV zulassen – für Klimaschutz und Landwirtschaft. ✅ Einzelne Änderungen fair diskutieren – statt pauschal abzublocken. ✅ Gemeinde und Landwirt*innen nicht um Einnahmen bringen – Solarparks sind eine Chance für alle.

Es ist Zeit, dass Lilienthal handelt – statt zu blockieren!


Quellen & weiterführende Infos:


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