Gesellschaft sozial gestalten

Soziales Miteinander gestalten

Sozialpolitik

Die Gemeinden und der Landkreis sind die erste und unmittelbare politische Ebene, mit der Bürger*innen in besonderen sozialen Lagen zu tun haben.

Familien unterstützen

Wir wollen sicherstellen, dass für jedes Kind ein Krippen- oder Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Damit unterstützen wir alle Familienformen und Arbeitssituationen der Eltern. Insbesondere möchten wir die Situation von Alleinerziehenden beachten. Wir möchten bestehende Betreuungsmöglichkeiten ausbauen und verbessern, sowie vollumfänglich unterstützen und beraten. Zusätzlich zur Betreuung in Tagesstätten wollen wir neue Bewegungsräume für Kinder und Eltern schaffen und das Hippy-Projekt (Hausbesuchsprogramm für Familien mit Vorschulkindern) weiterführen.

Demographische Herausforderung meistern

Wie wollen den demographischen Wandel meistern. Damit Senior*innen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes und aktives Leben führen können. Dafür brauchen wir eine gut erreichbare Infrastruktur mit attraktivem ÖPNV und bis ins hohe Alter nutzbarem, bezahlbarem Wohnraum. Wir setzen uns für gemischte Quartiere und wohnortnahe Hilfen ein.

Integration vorantreiben, Inklusion leben

Integration ist entscheidend für gleiche Chancen in zentralen Bereichen des Lebens. Jeder Altersgruppe, Bevölkerungsschicht und jedem Menschen mit Migrationsgeschichte oder Behinderung muss die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der Zugang zu behördlichen Informationen möglich sein.

Wir wollen das Menschenrecht Inklusion in allen Lebensbereichen durchsetzen. Teilhabe muss für alle möglich sein. Dazu zählen Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, Angebote und Informationen der Verwaltung auch für seh- und hörbehinderte Menschen, sowie in leichter Sprache verfügbar zu machen und die Qualifizierung des Personals zur Schulbegleitung sicherzustellen.

Um die Integration von Migrant*innen zu fördern brauchen wir mehr Deutsch- und ggf. Alphabetisierungskurse. Ein besonderes Augenmerk wollen wir auf frühkindliche Sprachförderung legen. Davon profitieren Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Außerdem wollen wir einen kostenfrei nutzbaren Dolmetscherpool auf Kreisebene einrichten, um den Zugang zu allen Leistungen und Bildungsmaßnahmen zu erleichtern. Des Weiteren wollen wir Sprach- und Kulturvermittler*innen schulen.

Armut bekämpfen, Ausgrenzung verhindern

Um Armut zu bekämpfen wollen wir  Selbsthilfepotentiale und die Integration in den Arbeitsmarkt stärken. Besonders Langzeitarbeitslose und (junge) Menschen geringer formeller Bildung  brauchen gezielte Schulung und Angebote, die wir auf Kreis- und Gemeindeebene vorantreiben wollen. Damit Armut nicht zu Ausgrenzung führt, soll der Kreis vergünstigten Zugang zu kulturellen Veranstaltungen, Freizeit- und Bildungsangeboten für Menschen im Sozialleistungsbezug ermöglichen.

Gleichberechtigung und Vielfalt abbilden

Teilhabe bedeutet auch, die Vielfalt der Gesellschaft in politischen Gremien abzubilden. Es ist unser Ziel die Gleichstellung der Geschlechter und die Beteiligung aller Gesellschaftsgruppen in allen politischen Gremien zu erlangen. Mit unserem Frauenstatut haben wir Grünen schon lange die innerparteiliche Gleichberechtigung von Frauen festgeschrieben. Unser kürzlich auf Bundesebene verabschiedetes Vielfaltsstatut weitet diese Forderung auf Menschen mit Migrationshintergrund, People of Colour, sowie die LGBTQIA-Community und Menschen mit Behinderung aus. Vielfalt muss auch in der Verwaltung gefördert werden. Geschlechtergerechte Sprache ist hierfür ein Baustein. Wir fordern zu dem die Einrichtung eines Kreisjugendbeirates, damit Kinder und Jugendliche ähnliche wie Senioren im Kreisseniorenbeirat und Behinderte im Kreisbehindertenbeirat eine Stimme in der Kreispolitik erhalten.

Rassismus und Menschenfeindlichkeit bekämpfen

Menschenfeindlichkeit und Rassismus müssen konsequent bekämpft werden. Hierzu fordern wir eine eindeutige Positionierung aller Behörden. Wir unterstützen alle zivilgesellschaftlichen Gruppen und Initiativen, die sich Rassismus, Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit mit friedlichen Mitteln entgegenstellen. In der Jugendarbeit sollen mehr spezifische Angebote für und mit queeren Jugendlichen entwickelt werden.